Biografie / Biography

Aktualisiert 2015-11-12, 12:29

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CV

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Aktuelle Fotos

Stefan Hetzel, Würzburg 2015. Foto: Sandra Buchner

Würzburg 2015. Foto: Sandra Buchner
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Stefan Hetzel, Würzburg 2015. Foto: Sandra Buchner

Würzburg 2015. Foto: Sandra Buchner
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CV

Der musikalische Autodidakt Stefan Hetzel (*04.06.1966) wirkt seit 1984 als Pianist und Komponist.

 

Einflüsse

(Wer mit der Maus über die Namen gleitet, erfährt mehr!)

Wichtig für Hetzels musikalische Geschmacksbildung waren (in alphabetischer Reihenfolge) Klarenz Barlow, Pierre Boulez, Bill Evans, Robert Fripp, Conlon Nancarrow, Steve Reich, Erik Satie, Alexander Skrjabin, Igor Strawinsky, Cecil Taylor und Lennie Tristano sowie Industrial Music und Free Funk.

Am 6. Januar 2009 unterhielt sich Hetzel mit Dennis Schütze über seine zehn Lieblingsmusikstücke:

Der Mitschnitt enthält nur das Gespräch, nicht die Musikstücke. Die Playlist kommt hier:

 

Arbeiten

Hetzels kreative Schwerpunkte liegen im solistischen Klavierspiel zwischen Improvisation und Komposition sowie in der Komposition von Instrumentalmusik. Eine weitere wichtige Rolle spielen Werke für Player Piano (Pianola) bzw. MIDI-Klavier, die unter Zuhilfenahme algorithmisch arbeitender Kompositions-Software oder eigener Programme entstehen. Weiterhin produziert Hetzel seit Mitte der 80er Jahre Elektroakustische Musik unterschiedlichster Machart (Sampling, diverse Klangsynthesemethoden, Collagetechniken). Mit dem Thema Klanginstallation beschäftigt sich Hetzel seit Mitte der 90er Jahre. Er versteht hierunter die Erabeitung einer musikalischen Textur, die sowohl als autonome Komposition als auch als Musique d'ameublement ("möblierende Musik") im Sinne Erik Saties gehört werden kann. Als Auftragsarbeit komponierte Hetzel zahlreiche Filmmusiken für Arbeiten Ralf Schusters. Im Übrigen gilt, was der französische Philosoph Bruno Latour hier 2010 sagte: "Obwohl das Wort 'Komposition' ein bisschen lang und aufgeblasen ist, ist schön daran, dass es betont, dass Dinge zusammengesetzt wurden (lat. componere), während sie ihre Heterogenität beibehalten. (...); es ist nicht allzu weit von 'Kompromiss' entfernt, und so hat es einen gewissen diplomatischen, vernünftigen Beigeschmack. Vor allem kann eine Komposition scheitern und so beibehalten, was im Gedanken des Konstruktivismus am wichtigsten ist (...). Sie lenkt so die Aufmerksamkeit weg vom irrelevanten Unterschied zwischen dem Konstruierten und dem nicht Konstruierten, zwischen dem Komponierten und nicht Komponierten, und stattdessen hin zum wichtigen Unterschied zwischen dem gut oder schlecht Konstruierten, gut oder schlecht Komponierten. Was komponiert wurde, kann jederzeit auch kompostiert werden."

   

 

Kollaboration

In Zusammenarbeit mit der Choreografin Andrea Kneis wurde die Multimedia-Produktion KlangBildKörper erarbeitet.

Mit Dennis Schütze (Banjo, Gitarre) entstanden die Ambient-Zyklen uncomplicated (2008) und InD (2009).

In Andrea Kneis' und Dennis Schützes Improvised Music & Dance Project wirkt Hetzel seit Herbst 2006 als Pianist und Keyboarder.

Seit Sommer 2006 besteht ein festes Duo mit dem Schweinfurter Saxofonisten und Komponisten Markus Zitzmann.

Im Jahre 2004 begründete Hetzel den Wuerzburg Improvisers Pool, der seitdem mehrere Konzerte mit Kollektiv-Improvisationen zwischen Free Jazz und Neuer Musik veranstaltete. Pool-Mitglieder waren bisher u. a. Sebastian Nay (Drums, Perkussion), Klaus Ratzek (Kontrabass) und Christoph Lewandowski (Trompete, Flügelhorn).

In Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Jürgen Zink enstanden 1998 Improvisationen, die unter dem Titel Erwin als CD im Eigenverlag veröffentlicht wurden.

Im gleichen Jahr erschien Cottbus - Eibelstadt mit Texten und Musik von Hetzel und dem Cottbuser Künstler Ralf Schuster.

 

Projekte

Hetzel arbeitet als traditioneller Jazzpianist im Projekt Jazz Classics in Concert (mit Sängerin Sandra Buchner sowie diversen Gastmusikern, seit 1997).

Hetzels unter dem Pseudonym shsmf publizierte Pop-Musik umfasst die Werkserien Ambient (seit 2000), Techno (seit 2001) und Drum & Bass (seit 2003).

Audielle Fundstücke im WorldWideWeb inspirierten Hetzel zu den Remix-Compilations Japanese Modular (2003), Arabic Popular (2005) und East Asian Desktop (2005).